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Basalt und Buchenwald - Natur in der Rothenbacher Lay |
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Montag, 5. Juli 2010 |
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 70 Naturverbundene auf dem Weg in das ehemalige Steinbruchgelände
 Blick in die Rothenbacher Lay vom Wanderweg aus
 Die Markierung des Rothenbacher Lay-Pfades
 Ein Ort der Ruhe der Teich in der Rothenbacher Lay
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Zu einer spannenden Naturexkursion in die Rothenbacher Lay, lud am Donnerstag, dem 24.06.2010, 18:30 Uhr, das NABU Naturschutzzentrum Westerwald in Zusammenarbeit mit der SEN (Schutz einheimischer Natur) Rothenbach und der Tourist-Information Westerburger Land ein.
70 Naturbegeisterte folgten bei idealen Wetterbedingungen dem Aufruf zu der kleinen Expedition in das 6,25 Hektar große geschützte Gebiet unter Leitung von Klaus Huber, dem Vorsitzenden des SEN Rothenbach, Diplom-Geograf Markus Kunz, Biotopbetreuer des Westerwaldkreises und den NABU Referenten Gabriele und Harry Neumann.
Nach einer kurzen Begrüßung erklärte Herr Huber, dass es sich bei der Rothenbacher Lay (altgermanisch: „Fels“, „Stein“) um einen ehemaligen Basalt-Steinbruch handelt, der jedoch in den sechziger Jahren unwirtschaftlich und deshalb 1965 stillgelegt wurde.
Seitdem blieb der Steinbruch unberührt, sodass sich eine bemerkenswerte Flora und Fauna entwickeln konnte.
Der Naturschutzverein SEN Rothenbach verpflichtete sich 1998 dazu, dieses Gebiet zu pflegen, damit die Rothenbacher Lay nicht zu einem undurchdringlichen Urwald zusammenwächst. Die Rothenbacher Lay besitzt heutzutage zudem den Status eines „Geschützten Landschaftsbestandteiles“ und unterliegt somit rechtlichem Schutz.
Klaus Huber kreierte für die Besucher der Lay ein eigenes „Rothenbacher-Lay-Logo“, dass die Teilnehmer durch den Rothenbacher Lay-Pfad führte bzw. die Möglichkeit eröffnet, nochmals alleine den Pfad mit der Familie abzugehen oder aber Besuchern die Pfadstrecke aufzeigt.
Das Logo besteht aus drei blauen Säulen, die auf den Basaltsteinbruch hinweisen sollen und einem geschwungenen, grünen Streifen, der den Naturpfad symbolisiert.
Während der Naturexpedition durch die Rothenbacher Lay wiesen die Experten auf besondere Pflanzen und Tiere hin. Herr Kunz deutete beispielsweise auf die wohlriechende Weißwurz hin, besser bekannt unter den Namen „Salomonsiegel“ oder aber auf den Chinesenbart der Buche, der an der Stammoberfläche sichtbaren Überwachsung eines Astansatzes oder Astes, mit dem Aussehen eines Chinesenbartes. Unterwegs stieß man außerdem auf einen Grasfrosch und auf den Waldmeister, der nährstoffreiche Böden bevorzugt und die Rothenbacher Lay mit dem Basaltboden somit der Pflanze als idealem Standort dient.
Bevor der Magerrasen im Kessel des ehemaligen Steinbruchs erreicht wurde, konnte man noch einen Blick in ein Fledermausquartier werfen, in denen für z.B. Zwerg-, Fransen-, Wasserfledermäuse oder das Große Mausohr ein Winterquartier eingerichtet wurde. Der Unterschlupf wurde in einer ehemaligen Stollenanlage angelegt, dessen Eingang mit einem Eisengitter verschlossen wurde, sodass die Tiere die Möglichkeit haben ein- und auszufliegen.
Durch den mangrovenartigen Wald zu beiden Seiten des Weges, in dem Weiden im Wasser standen, wanderten die Naturbegeisterten nun zum Magerrasen, zwischen denen sich Schmetterlinge wie Tag- und Nachtfalter tummelten. Der Magerrasen ist ein Rückzugsgebiet für gefährdete Pflanzen- und Tierarten. Der Vorsitzende des SEN Rothenbach machte allerdings darauf aufmerksam, dass es sehr pflegeaufwändig ist, den Magerrasen zu erhalten, da die Fläche freigehalten werden müsse und beispielsweise auch die Steinhänge nicht von Pflanzen überwuchert werden dürften.
Der Pfad führte weiter zu dem Tiefgang Teich, der zum Verweilen einlud. Herr Neumann wies in diesem Zusammenhang auf die Bedeutung der Rothenbacher Lay hin, die eine Kombination des umgebenden naturnahen Buchenwaldes mit der Natur aus „zweiter Hand“ im Steinbruch darstellt. „Nicht immer müsse ein Eingriff in die Natur negative Auswirkungen haben.“, erklärte Herr Neumann. Wenn anschließend der Natur freien Lauf gelassen werde, kann man teilweise, wie in der Rothenbacher Lay deutlich wird, eine größere Artenvielfalt an Pflanzen und Tieren vorfinden als zuvor.
Anschließend konnte man sich in der „Alten Schmiede“, die aufwendig von dem SEN Rothenbach renoviert wurde, auf Lehrtafeln einen Überblick über die Pflanzen- und Tierwelt in der Rothenbacher Lay informieren. Zudem erhielten alle Teilnehmer zur Erfrischung kostenlose Getränke, die von den Veranstaltern bereitgestellt wurden. Den Kindern, den bereits vor der Wanderung eine Überraschung am Ende der Naturexpedition versprochen wurde, erhielten von Frau Neumann jeweils ein Lupenglas.
Im Anschluss gaben viele Teilnehmer der Naturexpedition kund, dass sie den Rothenbacher Lay-Pfad, der durch einen Zuweg vom Westerwaldsteig zu erreichen ist, nochmals wandern werden, um abermals die Idylle und den besonderen Reiz dieses Naturgebietes zu erleben.
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