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Ca. 2000 Fans feierten mit den Klostertalern |
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Montag, 9. August 2010 |
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Das Wiesensee-Festival 2010 startete am Donnerstag mit dem Höhepunkt. Die Klostertaler auf dem Weg nach Österreich zum Abschlusskonzert, gastierten vor toller Kulisse direkt am Wiesensee.
Open Air Konzerte sind immer wetterabhängig. Ab dem späten Vormittag Sonnenschein und abends zunächst milde Temperaturen trugen dazu bei, dass die Besucher bereits vor Beginn des Konzertes die Einrichtungen des Geländes am Winner Ufer genießen konnten. Von der Terrasse beim Cafe Seewies aus, konnten viele Gäste die Vorbereitungen beobachten und bei einer Tasse Kaffee den Sonnenuntergang erleben.
„Einfach nur traurig sein“. So umschrieb Nicole Gomber aus Helferskirchen ihren Gemütszustand, den sie in spätestens einer Woche haben wird. Dann wird im österreichischen Vorarlberg, genauer gesagt in Klösterle im Klostertal, das letzte Konzert der „Klostertaler“ stattfinden. Dann wird, neben den „Schürzenjägern“, eine weitere Alpenband von der musikalischen „Bildfläche“ verschwinden. Eines ihrer letzten Konzerte gaben die „Klostertaler“ nun im Rahmen des erstmals durchgeführten „Wiesenseefestivals“ auf dem Gelände vor der Tourist-Information am Wiesensee.
Jubel brandete auf, als die sechs Bandmitglieder um Bandgründer Markus Wolfahrt mit dem „Arlberg-Express“ dem Tourbus der Band am Wiesensee vorfuhren. „Es war schon ein komisches Gefühl als uns bewusst wurde, dass wir nach 34 Jahren zum letzten Mal mit unserem Tourbus abgeholt wurden“ gab bei der Begrüßung der Fans Markus Wolfahrt einen Einblick in seine Gefühlswelt. Gleichzeitig wusste er aber auch von einem Glücksgefühl zu berichten, dass sich jedes Mal dann einstelle, wenn er auf die große Fan-Schar blicken kann, die sich bei jedem Konzert der Klostertaler einfindet. Am Wiesensee waren dies fast 2000 Fans, die schon weit vor dem eigentlichen Beginn auf dem großen Festivalgelände „vorfeierten“.
Unter ihnen Edith Leutner vom „Klostertaler Fan-Club Zollern-Alb“ die gemeinsam mit ihren Fanclub-Mitgliedern extra die 300 Kilometer Fahrt auf sich genommen hat, um „ihre“ Klostertaler live zu erleben. Mehr noch. Sie hat von den 85 Konzerten auf der Abschiedstournee „Abschied kann ein Anfang sein“ auch schon 30 besucht. Am Wochende besucht sie noch zwei in Maintal und Hechendorf, bevor dann am übernächsten Wochenende das Abschlusskonzert in Klösterle stattfinden wird.
Einer der vielen Fans in Klösterle wird dann auch Nicole Gomber sein, die dann wieder mit ihrem Fan-T-Shirt, mit dem Aufdruck „Jeden Tag – total verrückt“ und einigen der Fanclub-Mitglieder aus Helferskirchen bei diesem ausverkauften Abschlusskonzert in Klösterle dabei sein wird. Am Wiesensee hatte sie Unterstützung auch aus ihrer Familie die seit 15.30 Uhr in der ersten Reihe vor der Bühne ausharrte. Mutter Mary ist eine ebenso eifrige „Klostertalerin“. Tochter Angelina aber, neun Jahre alt, distanziert sich ein wenig von Mama und Oma.
Als es los ging hatte die Band ihre Fans schon nach den ersten Takten fest im Griff. Jedes der Lieder wurde mitgesungen, es wurde geschunkelt, getanzt und irgendwie mitgemacht.
Nach einem tollen Konzert, in dem noch einmal alle Hits vorgetragen wurden, durften zwei der Organisatoren, Klaus Mirschberger und der „Riesenfan“ Bernd Jung mit auf die Bühne und gemeinsam mit den Männern Abschied feiern. Nach einer gelungenen Gesangseinlage von Bernd Jung zündete mitten auf dem Wiesensee ein fulminantes Feuerwerk. Wiesenseeanwohner erleben regelmäßig ein Feuerwerk, weil es oft als Abschluss einer Hochzeitsparty oder ähnlichen großen Feiern zelebriert wird. Erstmalige wurde das Feuerwerk von einem Ponton aus, der weit entfernt vom Ufer aus, im Seeverankert worden war. Die Perspektive und die superschnelle Raketenfolge waren ein Augenschmaus. Die letzten Töne der explodierenden Raketen waren verklungen und ein Teil der Besucher trat den Heimweg an. Viele blieben noch und feierten bis in den frühen Morgen bei Cocktails, Wein und anderen Erfrischungen.
Weitere Reaktionen in der Presse und eine große Auswahl an Fotos siehe unten. (Weitere Informationen)
Fotos: Burkhard Jung
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