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"Essbare Wildkräuter" - 4. Wildkräuterwanderung 2010 Drucken E-Mail
Mittwoch, 7. Juli 2010

Wildkraeuterfuehrung_4. Juli 2010
Wildkraeuterfuehrung_4. Juli 2010

Ackerschachtelhalm
Ackerschachtelhalm

Alte Eiche
Alte Eiche

Brennnessel-Giersch
Brennnessel-Giersch

Brennnessel-Giersch
Brennnessel-Giersch

Brennnessel-Knoblauchrauke
Brennnessel-Knoblauchrauke

Brennnessel
Brennnessel

Engelwurz
Engelwurz

Färber-Ginster
Färber-Ginster

Giersch-Kleeblattkraut
Giersch-Kleeblattkraut

Giersch-Kleeblattkraut
Giersch-Kleeblattkraut


Giersch
Giersch

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Roter Holunder
Roter Holunder

Schwarzer Holunder
Schwarzer Holunder

Schwarzer Holunder
Schwarzer Holunder

Wiesenbocksbart
Wiesenbocksbart

Wiesenknopf
Wiesenknopf

letzte Lupine
letzte Lupine

schmalblaettriges Weidenroeschen
schmalblaettriges Weidenroeschen

Kraeutertest am Ende der Kraeuterwanderung
Kraeutertest am Ende der Kraeuterwanderung

Johanniskraut-Wiesenbaerenklau-KlapptertopfJohanniskraut-Wiesenbaerenklau-Klapptertopf
Johanniskraut-Wiesenbaerenklau-Klapptertopf

Giersch-Wiesenbaerenklau
Giersch-Wiesenbaerenklau





Mit dem Kräuterwindspezialist und Kräuterwindpädagoge Klaus Dieter Stahl startete am Samstag, den 04. Juli 2010, die vierte Kräuterwind-Wildkräuterwanderung in diesem Jahr am Wiesensee unter dem Thema „essbare Wildkräuter“.

Die dreizehn neugierigen Frauen und Männer wurden durch den Kräuterwindspezialisten Klaus Dieter Stahl bei sommerlichen Temperaturen und wolkenlosem Himmel herzlich begrüßt. Aufgrund der Neuauflage des Sommermärchens 2006 der Deutschen Nationalmannschaft und den sonst eher für Afrika typischen Wetterbedingungen, wurde die Wildkräuterwanderung auf 10:00 Uhr vorverlegt, um der Mittagssonne zu entgehen und um sich frühzeitig auf den WM-Knaller vorbereiten zu können.
Nach der kurzen Einführung vor der TiWi, begann die Wanderung unter Führung von Herrn Stahl. Das erste Wildkraut wurde gleich unweit des Startplatzes am Wegrand entdeckt. Der Kräuterwindspezialist erklärte, dass man dem unangenehmen „Brennen“ der Brennnessel entgehen kann, wenn man die Pflanze von unten nach oben streichelt. Dadurch berühre man nicht die Brennhaare und erfahre auch keine unangenehmen Schwellungen. Zudem enthalte die Brennnessel viele Mineralien und Vitamine. Mithilfe des Geruchssinnes wurde auch schnell der Giersch ausfindig gemacht. Der typische Möhrengeruch macht ihn unverwechselbar und ist dadurch auch für Laien leicht wiederzuerkennen.  Am Wegesrand wurden außerdem der Wiesenbärenklau, das Kleblabkraut und der Holunder ausfindig gemacht.

Anschließend ging es in das Naturschutzgebiet am Wiesensee. Der Kräuterwindpädagoge machte auf die besonderen Merkmale des Mädesüß, auch unter den Namen „Wiesenkönigin“ bekannt, aufmerksam. Die bekannte Salicylsäure, die auch Spirsäure genannt wird, kann aus dem Mädesüß gewonnen werden und diente als Namensgeber für das bekannte Arzneimittel „Aspirin“. Da der Wirkstoff allerdings effizienter beispielsweise aus der Rinde von Weiden gewonnen werden kann, wird heutzutage nicht mehr Mädesüß für die Aspirin-Tabletten verwendet.
Der nächste Wanderabschnitt führte zu dem Magerrasen. Er sei durch Nährstoffarmut gekennzeichnet, weshalb sich vor allem Spezialisten ansiedelten, erklärte Herr Stahl. Somit stellt der Magerrasen auch ein Rückzugsgebiet für gefährdete Pflanzen- und Tierarten da. So wurde die unter Naturschutz stehende Arnika entdeckt oder der Spitzwegerich, der z.B. als Presssaft in der Apotheke gekauft werden kann und als Hustenmittel eingesetzt wird.
Der trittfeste Breitwegerich, bemerkte der Kräuterpädagoge, werde von den Indianern als "Fußstapfen des weißen Mannes" bezeichnet, da er von den Europäern nach Nordamerika „importiert“ wurde.

Im Verlaufe der Wildkräuterwanderung konnten zudem das Johanneskraut, das beispielsweise gegen die Winterdepression eingesetzt wird, Klappertopf,  Acker-Schachtelhalm, der den Haarwuchs fördert, Sauerampfer,  schwarzer Holunder, Weidenröschen, Echtes Labkraut, Engelwurz, Ginster, Baldrian, Schlangenknöterich und die Wilde Möhre von den Wildkräuterteilnehmer ausfindig gemacht werden.Besonders interessant war der Geruch des Wald-Ziest, der dem des Steinpilzes ähnelt und die Knoblauchsrauke, dessen Knoblauchduft beim Zerreiben der Blätter entsteht.
Am Ende der Führungstand ein kleiner Wildkräutertest an, den die Teilnehmer allerdings mit Bravur bestanden und sich eine  erfrischende Gierschlimonade an der TiWi an diesem heißen Sommertag redlich verdient hatten.Herr Stahl verteilte zudem die passenden Rezepte zu den Getränken und brachte auch Literatur über Wildkräuter mit, wo die eine oder andere Heilwirkung der Kräuter nachgelesen werden konnte. Im Anschluss nutzten die “ Kräuterwanderer“ die Möglichkeit sich in der TiWi die neuesten Informationen über den Westerwald einzuholen oder ein Kräuterwindkrautbrot zu kaufen, das jeden Samstag und Sonntag von den Kräuterwindbäcker Bernd Müller ,Bäckerei Seekatz Westerburg geliefert wird.

Am ersten Samstag im August beginnt die nächste  Wildkräuterwanderung wieder um 14.00 Uhr  Anmeldungen sind unbedingt erforderlich, denn die Gruppen dürfen nicht zu groß sein. Die Termine finden Interessierte im Veranstaltungskalender auf westerburgerland.de.





 
 
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