|
Märchentag fand an verschiedenen Stationen statt |
|
|
|
Donnerstag, 2. September 2010 |
|
 Alexandra Dobraschal traegt die Musicalmelodien vor.
 Die Autorin von Toldy s World Simone Schuhmacher übernimmt den Vorleseteil.
 Die Baerenhoehle musste wegen der vielen Regenschauer im Hause untergebracht werden.
|
Die Tour de Märchen im Westerburger Land, eine Radrundtour zu verschiedenen Märchenaufführung eine neue Idee mit Zukunftsaussichten.
Seit einigen Jahren gibt es Ende August die Märchentage in Westerburg. Dabei besinnt sich die Stadt auf ein beliebtes Markenzeichen und knüpft an eine Tradition an, die eng mit Herbert Dohnaleks Märchenpark verbunden ist. Während die ersten Veranstaltungen dieser Art (bei hochsommerlichen Wetter) im und am Schloss stattfanden, wurde in diesem Jahr das Konzept größer gefasst. Die Veranstaltung begann bereits am Samstagabend auf dem Rathausplatz: Eine Taverne lud zum Verweilen ein, musikalisch unterhielt das Shamrock Duo mit schöner Celtic-Folk-Music, und zudem hatte das „Staufer Volk Mons Tabor“ (Montabaur) schon sein mittelalterliches Zelt samt Zubehör aufgebaut. Kaum waren die letzten Klänge des Shamrock Duos verklungen, trat das Petermännchen (Helmut Bäumer) auf.
Mit einem vollen Programm an verschiedenen Stationen, die als Fahrrad-Rundweg gedacht waren, ging es am Sonntag weiter. Leider spielte das Wetter nicht mit, sodass einige Vorführungen ins Wasser fielen und sich sicher so mancher Besucher von den Regengüssen abschrecken ließ. Schade, denn die Veranstaltungen waren unterhaltsam und das Konzept gelungen. So meinte Eckehart Voigt beispielsweise: „Stationsradfahren mit Märchen zu verbinden ist ein guter Weg“.
Hauptaktionsfeld war der Rathausplatz. Dort gab es ein Wiedersehen mit Uta Stoltze, Mirjam Usbeck und Ekkehart Voigt (Schnurztheater, Tourmalintheater), die schon bei den vergangenen Märchentagen in Westerburg mit ihrem fantasievollen und akrobatischen Spiel jung und alt beglückten. Auf dem Burgmannenplatz zeigte das Petermännchen-Theater die Schluss-Szene von „Peter Pan“, und im Stöffel war das Theaterhaus Petra Schuff zu Gast.
Auf dem Schweizerhof zeigten junge Reiter das Märchen von Aschenputtel und am Wiesensee lud Autorin Simone Maria Schuhmacher in „Toldys Word“ ein, die dabei von Sohn Tom, dem Bär Lossi und den Sängerinnen Alexandra Dobraschal und Vanessa Bauer unterstützt wurde.
Auf dem Alten Markt wartete die Mühlenbäckerei mit einer besonderen Backstube auf, wobei Hänsel und Gretel bedienten und ein alter Holzofen angefeuert wurde. Im Ratssaal lud Hannelore Süß (Emmerichenhain) zum Filzen ein, während Rolf Süß als „Meier“ aus dem 12. Jahrhundert seines Amtes waltete.
Eine Hauptattraktion bot der Museumsverein anno dazumal, der zum Flachstag eingeladen hatte. Unterstützt vom SEN Rothenbach und angeleitet von Christine Klein wurde gezeigt, wie aus Leinsamen in mühevoller Arbeit Leinen wird. Den Flachs spann dabei die Spinnstube Nomborn.
Auch wenn die Veranstalter (Touristinformation Westerburger Land, der Kulturbeauftragte der VG Westerburg und der Gewerbeverein) mit dem Wetter leider ausgesprochenes Pech hatten: Wer sich vom Regen nicht schrecken ließ, erlebte einen abwechslungsreichen märchenhaften Tag, der zugleich die touristischen Attraktionen des Westerburger Landes ins Bewusstsein rückte.
Text: Angela Baumeier
|
|